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Veranstaltungsserie Veranstaltungsserie: Baader – ein Requiem | #PARADIESE

Baader – ein Requiem | #PARADIESE

13. Juli | 20:30 - 22:00

Eine musikalisch-szenische Lesung unternimmt den Versuch, den hallischen Underground-Autor Matthias „Baader“ Holst von Neuem sterben zu lassen.

Das Werk des Dichters Matthias „Baader“ Holst fiel in weiten Teilen der BRDigung zum Opfer. Wer ausgerechnet am 30. Juni 1990 – am Abend der Währungsunion – ins Gras beißt, darf sich darüber nicht wundern.

Wann war seine Zeit gekommen? Wo ist sie?

Im Todesjahr Marilyn Monroes? Kubakrise im sachsen-anhaltinischen Quedlinburg, Kind einer Verwaltungsleiterin und eines Englisch-Dozenten.

Oder später als Bauarbeiter, Postbote, Bibliothekar? Als hallischer Baal, Nervensäge, Dada-Zoni, prätentiöser Proletarier im aushauchenden Sozialismus der späten 80er Jahre?

Als anonymer Toter in der Berliner Charité? Als Dichterklischee?

„wir soffen rauchten und waren unglücklich
unsere kinder zeugten wir stets im stehn
immer zwischen 7 und 10
so vergingen unsere tage
wer an etwas glaubte wurde erschossen“

Seine „Briefe an die Jugend des Jahres 2017“ ließ er 27 Jahre zu früh alleine und trug so die Konsequenz des wahrhaft Anarchischen.

„nur ein toter dichter ist ein guter produktionsarbeiter“

Baader – Ein Requiem unternimmt den Versuch, den hallischen Underground-Autor Matthias „Baader“ Holst von Neuem sterben zu lassen. Was bleibt ist ein langer hagerer Körper aus Text, Skizzen, Fetzen und Rissen, der, wo immer er auftauchte, immer Wort war.

Termine und Tickets:

Samstag, 13.07. – 20:30 Uhr
Sonntag, 14.07. – 18:00 Uhr
WUK Theater Quartier
Open-Air im Hof

Tickets: 10/17/25 €
Freie Preiswahl
Erhältlich in unserem Online-VVK unter:
http://www.wuk-theater.de/karten
oder an allen Vorverkaufsstellen der Stadt

Beteiligte

Luise Lein – Schauspielerin/Sängerin
Florian Hein – Schauspieler/Sänger/Musiker
Timm Völker – Musiker
Maximilian Riethmüller – Schauspieler/Sänger/Musiker
Foto: (c) Wolf Quassdorf, zur Verfügung gestellt vom Baader-Archiv Jena

Timm Völker

https://www.instagram.com/timmvoelker/

Timm Völker lebt und arbeitet als Musiker und Autor und im Auftrag des Rock’n Roll in Leipzig. Seine Musik balanciert an der Kante zwischen dunklem Pop und Softrock. Zuletzt veröffentlichte er die Textsammlung „Die Schwerkkraft provozieren“ (Gans Verlag, Berlin).  Für den Dok-Film „Falke Überm Haus“ schickte ihn der Filmemacher Stefan Nöbel-Heisegemeinsam mit Patrice Lipeb auf eine musikalische Reise durch das mitteldeutsche Hinterland.

Luise Lein

https://www.luiselein.de/

Die Mezzosopranistin Luise Lein sang in verschiedenen Chören ihrer Heimatstadt Leipzig: dem Schola Cantorum, MDR Kinderchor und dem Gewandhauschor Leipzig. Danach folgte ein duales Studium in klassischem Gesang und Jazzgesang in Groningen, NL. Später wechselte sie zum Fach Oper, Musiktheater und absolvierte an der Universität der Künste Berlin. Seit Juli 2015 ist sie solo-selbstständige Opernsängerin und Performerin und lebt in Berlin.
Sie bildete sich zudem im artistischen Bereich weiter und kombiniert Gesang mit dem Fach Kontorsion und Zopfhang. Engagements führten sie
in die Staatsoper unter den Linden, Philharmonie Berlin, Tempodrom Berlin, Theater Konstanz, Bautzen, Frankfurt Oder, Kammeroper Köln, Junge Oper Detmold, Theater Plauen Zwickau, Nimmerland Theater, Solistin bei der Internationalen Bachakademie Stuttgart. Nationale und internationale Auftritte. Als Kinder-und Jugendchorleiterin ist sie als Kirchenmusikerin aktiv in der Pfarrei Bernhard-Lichtenberg Berlin.

Florian Hein

Florian Hein wurde 1989 in Halle (Saale) geboren und arbeitet als Regisseur, Chorleiter
und Performer. Inszenierungen entstanden u.a. an den Theatern Dortmund, dem
Schauspielhaus Magdeburg, dem Residenztheater München und der Volksbühne Berlin.
In diese Arbeiten fließt oft seine musikalische Arbeit als Chorleiter und Komponist mit ein.Seit 2017 gibt Florian Hein regelmäßig Workshops für Theaterschaffende und Laien und ist als Gastdozent an der Hochschule für Musik und Theater Rostock tätig.

Maximilian Riethmüller

Maximilian Riethmüller, geb. 1990 in Halle/Saale, verbrachte die entscheidenden Jahre in einem Dorf im Saalekreis am Fuße des Petersberges, der bis heute von sich lügt, er sei auf seinem Breitengrad die höchste Erhebung bis zum Ural. Nach erfolglosem Jurastudium folgte ein Studium der Germanistik und Politikwissenschaften. Neben Veröffentlichungen von Gedichten und Erzählungen schrieb er Theaterstücke für und/oder mit den Regisseur*innen Lena Katzer und Florian Hein. Aufführungen erfuhren diese Arbeiten u.a. an der Volksbühne Berlin und am Theater Bielefeld. Weiterhin fungierte er als Darsteller, Musiker, Regieassistent, Arbeitsloser, Lehrer und Komponist für Film- und Theaterproduktionen. Lebt in Berlin.

Details

Datum:
13. Juli
Zeit:
20:30 - 22:00
Serien:
Veranstaltungskategorien:
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Veranstaltungsort

WUK Theater Quartier
Holzplatz 7a
Halle (Saale),
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