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SUMMARY:Wie sie im Vergnügungspark ihre Toten bestatten | Strömung | #PARADIESE
DESCRIPTION:„Wie sie im Vergnügungspark ihre Toten bestatten“ – eine Lesung von Veit Sprenger mit musikalischer Begleitung von Thies Mynther \nIn der Ära von kurzen Botschaften auf X\, Facebook und anderen Kanälen scheint es zwangsläufig zu sein\, den literarischen Ausstoß mit den Lektüregewohnheiten der Leser zu synchronisieren. Veit Sprenger hat das getan. Absurd. Abgründig. Außergewöhnlich kurz und gut. \nProlog des Poeten \n„Die Biografie meines Schreibens ließe sich auf die Frage zuspitzen\, wann ich welches Mobiltelefon hatte. Anfangs waren diese Telefone so gebaut\, dass sich beispielsweise die Buchstaben A\, D\, G und J mit nur einem Tastendruck schreiben ließen. Für die Buchstaben B\, E\, H und K musste man schon zweimal drücken. Den größten Einsatz erforderten mit dreimaligem Drücken Buchstaben wie C\, F\, I\, L\, O\, R und U. Das Wort FLUOR in Texten zu verwenden\, war damals Ausdauersport. Etwas später gab es den Nokia Communicator\, ein schweres Gerät zum Aufklappen\, das für jeden Buchstaben eine eigene\, winzige Wackeltaste besaß und die Innentasche ausbeulte\, als trüge man einen Goldbarren oder eine Pistole bei sich. Dank dieses Geräts wurden auch die Texte\, die ich schrieb\, allmählich schwerer\, denn schreiben konnte und kann ich noch heute am besten im Gehen. Die Erfindung des Smartphones hat dann mein Schreiben-Gehen so weit vereinfacht\, dass literarisches Arbeiten im öffentlichen Raum möglich wurde\, was allerdings nicht ungefährlich war\, weil sich der Autoverkehr an Leute\, die ohne links und rechts zu schauen tippend auf der Straße herumliefen\, erst noch gewöhnen musste. Meine beiden Daumen haben mich durch alle diese Zeiten begleitet. Ohne sie hätte ich wahrscheinlich keine einzige Geschichte aufgeschrieben. Ihnen ist dieses Buch gewidmet.“ \nTermine und Tickets:\nSonntag\, 11.08. – 16:00 Uhr\nWUK Theater Schiff\, Saalepromenade\, Steg 4 \nTickets: 7/10/15 €\nFreie Preiswahl\nErhältlich in unserem Online-VVK unter:\nhttp://www.wuk-theater.de/karten\noder an allen Vorverkaufsstellen der Stadt \nWie sie im Vergnügungspark ihre Toten bestatten\nHerausgeber : ‎Literatur Quickie; 1. Edition (15. März 2024)\nSprache: ‎Deutsch\nGebundene Ausgabe: 116 Seiten\nISBN-10: ‎3949512276\nISBN-13: 978-3949512278 \nhttps://www.literatur-quickie.org/lieshaberst%C3%BCcke/veit-sprenger-wie-sie-im-vergn%C3%BCgungspark-ihre-toten-bestatten-1/ \nPressestimmen\nKing of Kurz – Rezension von Nachtkritik\nUnd so kurz wie die Texte sind\, kann man sich prima in ihre Details verlieben: in die freundliche Nonchalance\, in den beiläufigen Ton\, in die Lockerheit\, mit der Absonderlichkeiten hier hingeworfen werden\, in die Klarheit\, in der Alltägliches unters Brennglas kommt: \n„An einem Abfalleimer traf ich einen Mann in meinem Alter. Er wollte etwas herausholen\, ich wollte etwas hineinwerfen. Beide nahmen wir Abstand von unserem Vorhaben\, beide beschämt“\, schreibt Sprenger unter dem Titel „Der Doppelgänger“. \nhttps://www.nachtkritik.de/buecher/veit-sprenger-wie-sie-im-vergnuegungspark-ihre-toten-bestatten \nLeseschatz\n„Veit Sprenger ist Theatermacher\, und jetzt macht er einfach Theater in unseren Köpfen. Er gibt dazu Anregungen\, und schon ist es passiert\, die Stücke entfalten sich\, und nichts und niemand kann uns daraus retten. (…) Also Popcorn nehmen\, süß oder salzig\, und Spaß haben.“ – Hauke Harder – Leseschatz \nLeipziger Zeitung\n„Man schaut\, wenn man sich durchs Sprengers Kleinstücke liest\, in das Mahlwerk seines Kopfes hinein\, das den Mahlwerken in anderen Köpfen natürlich ähnelt. Nur kämen die meisten Leute eben niemals auf die Idee\, ihre Gedanken zu Ende zu spinnen\, egal\, wo sie diese hinführen. (…) Es geht um Häuser ohne Wände\, Mini-Atombomben in der Hosentasche oder die Erwartungshaltung des Briefkastens\, wenn man nach längerer Abwesenheit nach Hause kommt. Und manche Stücke aus Sprengers Tastatur sind schlichtweg Grotesken – so wie das von dem Liebespärchen\, das sich extra für die erste Liebesnacht eine Insel aus Schrott aufschütten lässt. Oder das vom armen Diogenes\, dessen Fass ein paar übermütige Teenagerinnen vernageln und ins Meer rollen lassen. (…) Da muss man nicht erst drauf kommen. Das liegt so herum oder suppt aus überlaufenden Medienkanälen. Und schon ist es passiert\, und unser Kopfkino springt an. Genau das zeigt Sprenger hier in einem Buch voller kurzer\, kürzerer und kürzester Texte\, die davon leben\, dass sie das sowieso schon Abstruse\, das wir täglich erleben\, noch drei\, vier Windungen weiterdrehen.“ \nRalf Julke – Leipziger Zeitung \nVeit Sprenger\nist Theatermacher und Autor. Er studierte Musik in Hannover\, Medizin in Frankfurt a.M. und Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Er ist Gründungsmitglied der Theatergruppe Showcase Beat Le Mot\, mit der er seit 1998 Theaterstücke\, Performances\, Kunstaktionen und Musikvideos entwickelt. Bis heute hat er mehr als vierzig Theaterstücke produziert\, die in 16 Ländern zur Aufführung kamen. Er war Mitglied des künstlerischen Leitungsteams für das Festivals artgenda für junge Kunst im Ostseeraum und der Auswahl- und Preisjurys u.a. für die Theaterfestivals unart\, Impulse und Westwind. Er lehrte an Hochschulen unter anderem in Berlin\, Hamburg\, Rostock\, Gießen\, Zürich\, Köln\, Oslo\, Beijing\, Athens/Ohio\, New York\, Stuttgart und Bern. \nhttps://www.instagram.com/veitsprenger/ \nThies Mynther\nist Komponist\, Autor und Musikproduzent und war seit 1989 an der Herstellung und Veröffentlichung von mehr als hundert Alben beteiligt. Er ist/war u.a. festes Mitglied bei Bands wie Phantom Ghost und Stella\, arbeitete mit Miss Kittin\, Chicks On Speed und Dillon\, und hat dabei weit über tausend Konzerte bestritten. Seit 2004 ist er gelegentlich als Filmmusiker/-komponist und Sounddesigner tätig. Er arbeitete als musikalischer Leiter mit Nicolas Stemann\, Sebastian Baumgarten\, Bastian Kraft\, Brit Bartkowiak\, Jason Danino Holt und Showcase Beat Le Mot. Er war Gast u.a. am Schauspielhaus Hamburg\, dem Deutschen Theater Berlin\, dem Hebbel am Ufer und dem Staatstheater Mainz. \nhttps://www.instagram.com/thiesmynther/\nhttps://www.thiesmynther.com/ \nSprenger und Mynther arbeiten seit 2019 in ihrem fluktuierenden Musiktheaterprojekt The Cybernetic Nightingale zusammen. Sie haben seitdem vier große Musiktheaterproduktionen realisiert\, die international gezeigt wurden\, u.a. am Hebbel am Ufer in Berlin\, beim Flurstücke-Festival und an der Kunsthalle in Münster\, beim kampnagel Sommerfestival in Hamburg\, am Mousonturm in Frankfurt a.M. und bei der ars electronica in Linz. Seit 2023 sind sie mit ihrer musikalischen Lesung „Wie sie im Vergnügungspark ihre Toten bestatten“ unterwegs\, bisher u.a. beim UM-Festival und beim Caos Communication Camp des CCC.
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